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Gedanken

Gedanken

Der Auftrag seines Lebens!

Der Auftrag seines Lebens!

Das würde den Durchbruch für ihn bedeuten. Der Architekt rieb sich die Hände, als er die Anfrage bekam. Ein Bauprojekt der Superlative. Beim ersten Treffen kamen die Fakten auf den Tisch, die Auftraggeber formulierten ihre Vorstellungen: „Bauen Sie uns einen Turm mit einem Durchmesser von vier Metern. In das Bauwerk müssen Treppen und Gänge integriert werden. Ein verzweigtes Leitungssystem und Lastenaufzüge dürfen nicht fehlen. Die Wände dürfen maximal einen halben Meter dick sein. Mit der Höhe des Turms wollen wir Maßstäbe setzen: Er soll 1500 Meter weit in den Himmel ragen.“ Doch damit nicht genug: „Unsere Ansprüche gehen noch weiter: Der Turm soll nach allen Seiten biegsam sein, dem Wind ganz flexibel standhalten. Und auf der Spitze des Turms wollen wir eine komplette Chemiefabrik unterbringen.“ – Die Vorfreude des Architekten sank rapide. Sofort war ihm klar, dass er diesen Wunsch nicht erfüllen konnte. Das widersprach allen Regeln der Baukunst.
Umso erstaunlicher: Diesen Turm gibt es wirklich! In unzähliger Ausführung. Von einem Getreidehalm ist die Rede. Er ist ungefähr 400mal höher als sein Durchmesser. Die Wand des Halmes ist etwa einen halben Millimeter stark, der Durchmesser liegt bei 4 Millimetern, seine Höhe bei etwa 1,50 Meter. Im Inneren des Halmes befinden sich Treppen und Gänge. Transportaufzüge für Nährstoffe und Wasserleitungen sind vorhanden. Oben auf dem Halm, in der Ähre, steckt eine chemische Fabrik. Ein Blick auf den Getreidehalm zeigt mir: Das meist so Selbstverständliche ist doch letztlich ein einziges Wunder.

Zitate/Sprüche/Verse

Manchmal ist vergessen können wichtiger für ein Menschenherz als ein gutes Gedächtnis.
(Phil Bosmans)

Zwillinge - ein Dialog im Bauch der Mutter

„Glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?"

„Ja, das gibt es. Unser Leben hier ist nur dazu gedacht, dass wir wachsen und uns auf das Leben nach der Geburt vorbereiten, damit wir stark genug sind für das, was uns erwartet."

„Blödsinn, das gibt es doch nicht. Wie soll das überhaupt aussehen, ein Leben nach der Geburt?"

„Das weiß ich auch nicht genau. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?"

„So ein Unsinn! Herumlaufen, das geht doch gar nicht. Und mit dem Mund essen, so eine komische Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Außerdem geht das Herumlaufen gar nicht, die Nabelschnur ist ja jetzt schon viel zu kurz."

„Doch, es geht bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders."

„Es ist noch nie einer zurückgekommen von ‚Nach der Geburt'. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Und das Leben ist eine Quälerei und dunkel."

„Auch wenn ich nicht so genau weiß, wie das Leben nach der Geburt aussieht, jedenfalls werden wir dann unsere Mutter sehen, und sie wird für uns sorgen."

„Mutter? Du glaubst an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?"

„Na hier, überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie können wir gar nicht sein!"

„Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht."

„Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt....